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Text · dataset · 2026

Ästhetiken des Im/Mobilen: Wie Tanz- und Theaterperformances reisen

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Description

Das 2022 – 2026 vom Schweizerischen Nationalfonds geförderte Forschungsprojekt «Ästhetiken des Im/Mobilen: Wie Tanz- und Theaterperformances reisen» untersuchte klimabedingte Entwicklungen in Bezug zur Im/Mobilität von Tanz- und Theateraufführungen wie auch den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie aus einer Disabilty-Perspektive. Die Mobilität von Tanz- und Theateraufführungen nimmt zu. Nicht nur Festivals, sondern auch Theaterhäuser laden vermehrt Gastspiele und Gastkünstler*innen ein oder entwickeln transnationale Ko-Produktionen.

Gleichzeitig stehen die Logiken der Verbreitung von Tanz und Theater nicht nur aus ökologischer Perspektive auf dem Prüfstand : Seit Covid-19 boomen Streaming-Formate, Live Performances wandern auf den Screen. Für Künstler*innen mit Behinderungen ist die Im/Mobilität nicht erst seit Covid-19 ein Thema. Ihre Erfahrungen mit Im/Mobilität wurden bisher kaum bedacht.

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Vor diesem Hintergrund erweitert das praxisangewandte Forschungsprojekt die aktuelle Debatte über die (Un-)Möglichkeit des Reisens von Theater- und Tanzperformances um eine Disability-Perspektive, mit dem Ziel, durch die Verknüpfung von Theater- und Tanz(-wissenschaft), Disability Studies und Mobility Studies zukunftsfähige Formen der Verbreitung, Vermittlung und Zugänglichkeit weiterzuentwickeln. Aus einer praxisbezogenen Perspektive interessieren das Zustandekommen von und die Erfahrung mit dem Reisen.

Ist es möglich, in Zeiten einer schier grenzenlosen Mobilität, die Erfahrungen von Reiseeinschränkungen für die Theater- und Tanzpraxis gewinnbringend auszuloten und zu analysieren? Erfahrungen mit erschwerter Mobilität haben zum einen Theater- und Tanzschaffende mit Einschränkungen schon längst. Zum anderen haben diese – anlässlich des Lockdowns im Frühjahr 2020 – auch andere Künstler*innen machen müssen.

Das Forschungsprojekt erforschte die Fragestellung mittels zweier Teilstudien. Im Rahmen der ersten Teilstudie wurden zehn Interviews mit Kurator*innen und künstlerischen Leiter*innen von Theaterfestivals geführt, vorwiegend in der Schweiz, aber auch mit einigen Institutionen außerhalb des Landes in Europa, deren Programme oder kuratorische Praktiken besonders relevant waren. Die Studie erfasste kuratorische Praktiken, die nicht auf physischer Anwesenheit beruhten, wie digitale Programmgestaltung oder Aufführungen per Post.

Diese Ergebnisse wurden den zwölf befragten internationalen Künstler*innen der Teilstudie zwei in Hinblick auf die Auswirkungen der Arbeitsbedingungen durch Lockdown bedingten Mangel an Reisen und physischer Anwesenheit sowie spezifische Recherchefördermittel, die in diesem Zeitraum zur Verfügung standen, gegenübergestellt.

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